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Bahnhofstraße 15

Geschichte

Bereits im Jahr 1258 ist an diesem Ort die Anwesenheit von Zisterziensernonnen belegt.

Zwischen etwa 1700 und 1831 stand das Haus im Eigentum des k. k. Postmeisters, der hier zugleich einen Gast- und Einkehrbetrieb führte.

Anschließend diente das Gebäude als Wohn- und Arbeitsstätte eines Lederermeisters.

Im Jahr 1840 wurden im Hof eine Holzhütte sowie eine Wagenremise errichtet.

Baugeschichte

Das Anwesen ist Teil einer repräsentativen vierflügeligen Anlage.

Der bauliche Kern reicht in Teilbereichen – insbesondere im südlichen Abschnitt des Ostflügels sowie in den Kellerzonen – bis in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück.

Im Spätmittelalter erfuhr die Anlage mehrere bauliche Veränderungen und Erweiterungen.

Im 16. Jahrhundert wurde sie zu einem großzügig angelegten Komplex mit zweigeschossigem Arkadenhof umgestaltet.

Baubeschreibung

Geschoße
Die Anlage ist aus mehreren Flügeln aufgebaut, die einen Innenhof umschließen, und umfasst Erdgeschoß- und Obergeschoßebenen sowie Kellerzonen und Dachräume.

Fassade zur Bahnhofstraße
Die zur Bahnhofstraße gerichtete Fassade zeigt eine schlichte Gestaltung und geht in ihrer heutigen Ausformung auf die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück.

Horizontale Gliederung
Die Fassade wird durch ein einfach profiliertes Kordongesims sowie eine weit auskragende Traufkehle über einem zierlichen Gesimsband gegliedert.

Vertikale Gliederung
Die Fassadenfläche ist durch eine unregelmäßige Achsenordnung geprägt.

Erdgeschoß
Im Erdgeschoß der Bahnhofstraßenfassade befindet sich ein Rundbogenportal, das beidseitig von Prellsteinen flankiert wird. Die Fensteröffnungen sind mit glatten Putzfaschen eingefasst.

Obergeschoß
Auch die Fenster des Obergeschoßes weisen glatte Putzfaschen auf.

Fassade zur Schüttgasse
An der Front zur Schüttgasse sind lediglich die an die Bahnhofstraße anschließenden ersten Achsen gestalterisch einbezogen; der weiter nach Norden verlaufende Abschnitt weist keine architektonische Gliederung auf.

Vorbau
In der zweiten Achse befindet sich ein portikusartiger Vorbau mit Rundbogenarkaden im Erdgeschoß. Der Vorbau ist von einem Walmdach überdeckt und bewahrt Reste von Sgraffitodekor aus dem 16. Jahrhundert.

Dach und Dachräume
Die Anlage wird von einem teilweise ziegelgedeckten Walmdach mit unterschiedlichen Firsthöhen abgeschlossen und verfügt über einen Trockenboden.