Hauptplatz 12
Geschichte
1600
Archivalische Unterlagen belegen, dass das Haus um 1600 Augustin Postler gehörte.
1700
Ab etwa 1700 gehört das Gebäude einem Maurermeister und gelangt später in das Eigentum des Lebzelters Franz.
1813
1813 verkauft der Lebzelter Franz das Haus an das K. K. Salzamt in Friesach.
Lage
Freistehender, monumentaler Bau, der die Nordwestecke des Hauptplatzes beherrscht.
Baugeschichte
Hohe Mittelalter
Die erste bauliche Anlage reicht in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück.
Spätes Mittelalter
Der Bau wurde in mehreren Phasen spätmittelalterlich erweitert.
Umbauten des 16. und 18. Jahrhunderts
Weitere bauliche Veränderungen erfolgten im 16. Jahrhundert und im 18. Jahrhundert.
Um 1800
Die Fassadierung sowie das hohe Walmdach mit Dachhäuschen entstanden um 1800.
Baubeschreibung | Außen
Spätklassizistisch–josephinische Fassade
Der mächtige mittelalterliche Baukörper erhielt seine heutige Fassadengestaltung um 1800 in schlichten, aber noblen spätklassizistisch–josephinischen Formen.
Dreigeschoßiger Monumentalbau
Das Bauwerk erhebt sich dreigeschoßig und dominiert das Platzbild.
Mittelrisalit
Die stumpfwinkelig gebrochene Platzfassade wird an der Knickstelle von einem einachsigen Mittelrisalit aus spätmittelalterlicher Zeit beherrscht. Der Risalit birgt im Erdgeschoß eine offene Vorhalle mit einer weiten segmentbogigen Öffnung, flankiert von abgefasten Wandpfeilern (spätmittelalterlich). Am Mittelrisalit wurde um 1900 ein Rundbogenfenster ausgebrochen.
Er wird von einem Dreiecksgiebel mit einer runden Öffnung bekrönt.
Putzgestaltung
Das Erdgeschoß weist eine quaderartig nachgebildete Putzrustizierung auf.
Die beiden Obergeschoße sind glatt verputzt.
Fenster der Obergeschoße
Rechteckfenster sitzen in schlichten Putzrahmungen und weisen zarte gerade Verdachungen bzw. Sohlbänke auf.
Blumenkästen verstärken den pitoresken Charakter der Fassade. In den Parapetfeldern des Hauptgeschosses finden sich Putzrauten, während die Sturzfelder mit Zopfdekor versehen sind. Teilweise zeigen die Fenstersprosserungen sezessionistische Züge.
Inschriftstein
In der Vorhalle befindet sich ein Stein mit der Inschrift
„Larentz Twenger 1466“, ergänzt um ein Hauszeichen.
Dach
Das steile, ziegelgedeckte Walmdach wird von Giebeldachhäuschen durchbrochen, die die Dachlinie beleben.


1 Dreiecksgiebel | 2 Rundöffnung (Okulus)
3 gerader Giebel | 4 Sohlbank
5 Putzfeld mit Zopfstildekoration
6 einachsiger Mittelrisalit
7 imitierter Schlussstein | 8 imitierte Bogensteine
9 rundbogiges Fenster | 10 segmentbogige Öffnung
11 imitierte Rustizierung
12 abgeschrägter Wandpfeiler
















