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Bahnhofstraße 12–14

Die straßenseitigen Gebäudeteile des denkmalgeschützten Hauses in der Bahnhofstraße 14 stammen im Kern aus dem 16. Jahrhundert.

Ein besonders markantes Merkmal ist die deutlich erkennbare Knickung der Fassade, die dem Gebäude ein mittelalterlich anmutendes und leicht unregelmäßiges Erscheinungsbild zur Straße hin verleiht.

Die Anordnung der Fensterachsen im Obergeschoß ist unverändert geblieben und bewahrt die ursprünglichen Proportionen und das Gesamtbild des Hauses. Im Gegensatz dazu wurde das Erdgeschoß mehrfach umgebaut.

Trotz dieser baulichen Veränderungen ist ein wesentliches Architekturelement erhalten geblieben: eine tonnengewölbte Durchfahrt mit einem korbbogigen Torbogen. Dieses Baumerkmal weist deutlich auf die ursprüngliche Funktion des Hauses als Durchfahrtgebäude hin, das den Zugang zu rückwärtigen Lagerbereichen ermöglichte.

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Geschichte

Der östliche Gebäudeteil (frühere Hausnummer 17) ist um 1700 im Besitz des Friesacher Malers Johann Lidl nachweisbar.

Der westliche Teil (frühere Hausnummer 18) gehörte vom späten 17. Jahrhundert bis zur zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts einem Färbermeister.

Um 1790 ist der Friesacher Maler Johannes Strobl hier ansässig.

Anfang des 19. Jahrhunderts befand sich das Haus im Besitz der Malerfamilie Krassnegger.

1838 wurde für das Haus Nr. 18 eine Umbaubewilligung erteilt.

Baugeschichte

Der Gebäudekomplex setzt sich aus zwei ursprünglich getrennten Häusern zusammen und erstreckt sich entlang des gekrümmten Straßenverlaufs. Der Kernbau stammt aus dem 16. Jahrhundert.

Nach einem Brand 1959 erfolgten Umbauten in den Jahren 1963, 1969 und 1974, die das heutige Erscheinungsbild maßgeblich prägten.

Außenbereich

Straßenseitige Fassade

Die Fassade zeigt eine schlichte Gliederung durch unregelmäßig angeordnete Fensterachsen und eine breite Traufkehle.

Die Fenster sind mit einfachen profilierten Rahmungen versehen, die Sohlbänke sind betont.

Im östlichen Gebäudeteil befinden sich außenliegende Fenster aus dem 19. Jahrhundert.

Das korbbogige Portal weist einen Sockel, Prellsteine sowie abgefaste Pfeiler mit gekehltem Kämpfer aus dem 16. Jahrhundert auf.

Die hölzernen Türflügel stammen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Die Geschäftseinbauten im Erdgeschoss wurden in den 1960er und 1970er Jahren ergänzt.


Hofseitige Fassade

Die Hoffassade ist im Westen durch einfache Holzpawlatschen aus dem 19. Jahrhundert geprägt.

Pfeilerarkaden aus dem 17. Jahrhundert sind im Erdgeschoss noch teilweise erhalten.


Dach

Das Satteldach ist mit zwei Dachhäuschen versehen, und der Giebel ist als Feuermauer ausgeführt.

Innenbereich

In der Einfahrt befindet sich eine unregelmäßige Tonne mit kleinen Stichkappen aus dem 16. Jahrhundert.