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Hauptplatz 8 | Gasthof Weißer Wolf

Geschichte

Archivalische Aufzeichnungen belegen, dass das Gasthaus im 18. Jahrhundert im Besitz der Familie Deinsberger war.

Baugeschichte

Es handelt sich um eine zweiflügelige, spätmittelalterliche Anlage, die im 16. Jahrhundert baulich zusammengeführt wurde.

Der östliche Hoftrakt stammt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts oder aus dem frühen 17. Jahrhundert und entstand vor dem Bau des Arkadengangs.

Nach 1960 wurde das Gebäude um ein Geschoß aufgestockt und die Fassade umgestaltet.

Eine Veranda wurde 1963 angebaut.

Baubeschreibung | Außen

Grundriss
Es steht auf einem rechteckigen Grundriss und umfasst hofseitige Flügel.

Geschoße
Das Gebäude wurde ursprünglich zweigeschoßig errichtet. Es wurde später auf drei Geschoße erweitert.

Fünf Fensterachsen
Die straßenseitige Fassade zeigt eine unregelmäßige fünfachsige Gliederung.

Horizontale Gliederung
Die Straßenfassade wird durch ein markantes profiliertes Kordongesims horizontal gegliedert.

Putzquaderung
Putzquaderungen wurden an beiden Kanten der Obergeschoße angebracht.

Fenster im zweiten Obergeschoß
Die Fensteröffnungen im zweiten Obergeschoß besitzen schlichte Putzrahmungen und gerade profilierte Verdachungen. Schmiedeeiserne Gitter schützen den unteren Bereich der Fenster.

Fenster im ersten Obergeschoß
Auch hier sind die Fenster von einfachen Putzrahmungen mit geraden profilierten Fensterverdachungen eingefasst und verfügen über schlichte Sohlbänke, die mit Blumenkästen aus Schmiedeeisen ausgestattet sind. Unterhalb der Sohlbänke befinden sich um 1960 angelegte vertiefte Putzspiegel.

Erdgeschoß
Im Erdgeschoß bildet ein rundbogiges Portal mit betonter Kämpferzone und Keilstein den Haupteingang.

Vorbau
Eine Glas-Stahl-Konstruktion aus den 1970er-Jahren tritt als Vorbau vor. Rechts davon befindet sich ein Geschäftseinbau, der um 1910 hinzugefügt wurde.

Geschmiedetes Auslegerzeichen
Ein geschmiedetes Auslegerzeichen aus um 1760, das den „Weißen Wolf“ zeigt, ist im Zentrum der Obergeschoßfassade angebracht.

Fassadenaufschrift
Die Aufschrift „RESTAURANT PENSION Weisser Wolf“ oberhalb des Auslegerzeichens weist auf die Nutzung des Hauses als Restaurant und Gastbetrieb hin.

Dach
Das Gebäude ist mit einem steilen, rot gedeckten Satteldach versehen. Der First verläuft parallel zur Straße. Die westliche Dachkante endet in einem Brandgiebel.

Dachlandschaft
Drei angrenzende Gebäude (Hauptplatz 7, 8 und 9) bilden eine gestufte Dachlinie mit verschiedenen Höhen und Dachneigungen. Die Grundstücksgrenzen werden durch Brandgiebel markiert.

1 Fensterverdachung | 2 Schriftzug
3 schlichte Putzumrahmung | 4 Schmiedeeisengitter
5 Putzverdachung | 6 eingetieftes Putzfeld
7 Kordongesims | 8 Vorbau